Weshalb ich Erzählerin geworden bin:
Geschichten begleiten mich, solange ich denken kann. Schon als Kind öffnete ich mit jedem Buch eine neue Tür und zog mit Heldinnen und Helden hinaus in ferne Welten, über hohe Berge und durch verwunschene Täler.
Den Weg zur Erzählkunst fand ich 2013 in Hannover. An der Volkshochschule, in Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus, begann meine Ausbildung zur Erzählkünstlerin. Inspirierende Märchenerzählerinnen aus ganz Deutschland gaben ihr Wissen und ihre Erfahrung an uns weiter. Dort begegnete ich auch Heiderose Schweikart und Sabine Müller. Aus dieser Begegnung entstand eine wertvolle Zusammenarbeit und Freundschaft. Seither entwickeln und erzählen wir gemeinsam Programme mit Märchen und Geschichten für Erwachsene und Kinder.
Was mich bis heute an der Erzählkunst begeistert, sind die besonderen Augenblicke, in denen ein Raum still wird und Menschen gemeinsam einer Geschichte folgen. Wenn Kinder und Erwachsene lauschen, lachen, staunen oder nachdenklich werden, entsteht etwas, das sich kaum beschreiben lässt: eine Verbindung zwischen Erzählerin, Geschichte und Publikum.
Märchen tragen einen Schatz in sich. Sie bewahren uralte Erfahrungen, Hoffnungen und Lebensweisheiten und sprechen dennoch unmittelbar zu den Menschen von heute.
So bin ich Erzählerin geworden – und noch immer führt mich jede Geschichte auf eine neue Reise. Und vielleicht ist genau das das Schönste daran: Dass Geschichten niemals zu Ende erzählt sind. Sie wandern weiter, von Mensch zu Mensch, von Herz zu Herz.


